Wie nachhaltig ist das Heizen mit Holz?

Es ist Winter, draußen stürmt, schneit, regnet und friert es. Drinnen knistert das Feuer, die Scheite glühen und im gesamten Haus ist es wohlig warm. Immer mehr Deutsche wünschen sich genau dieses Flair für ihr Zuhause und achten bei der Anmietung einer neuen Wohnung darauf, ob ein Kamin eingebaut ist. Andere rüsten nach. Dabei geht es den meisten nicht nur um die natürliche Wärme des Feuers, die nachweislich ganz anders und wohliger durchwärmt als ein Heizkörper es schafft. Vielmehr geht es ihnen um das Ambiente. Klar, ein Kamin oder ein Kachelofen bestimmen den Gesamteindruck des Zimmers. Der Holzkorb mit den Scheiten, der Teekessel auf dem Ofen, vor ihm vielleicht Decken, Kissen und Felle … – es hat etwas von Almhütte, Skiurlaub oder Landhaus, ganz gleich, ob es sich dabei eigentlich um eine modernde Wohnung im dritten Stock mitten in der Innenstadt handelt. Doch ist das Heizen mit Holz auch nachhaltig und für die Umwelt besser, weil es natürlicher abläuft als das Heizen mit Öl und Kohle?

Deutsche Wälder werden verheizt

Von Briketts aus Holzkohle ist eher abzuraten. Doch mit Holz kann man umweltfreundlich heizen, im Ofen oder in einer Pelletheizung, oder?  Seit dem Jahr 2000 stieg der Brennholzverbrauch in Deutschland von 25 auf 75 Millionen m³. Der Preis für in Deutschland hergestellte Holzpellets beispielsweise steigt deutlich. 10 – 15 % des Holzes in Brandenburgischen Wäldern werden zu Kaminscheiten verarbeitet. In anderen Regionen Deutschlands, in denen mehr Waldgebiete in Privatbesitz sind, ist der Anteil der Bäume, die zu Heizzwecken gefällt werden, höher. Im deutschen Durchschnitt sind das circa 40%, Tendenz steigend. Denn nicht nur Forstwirte sondern auch Kaminbauer bestätigen, dass das Heizen mit Holz noch immer beliebter wird.

Nachhaltigkeit wird auch bei Kaminen immer wichtiger

Immer wichtiger wird darum das nachhaltige Wirtschaften mit Holz. Auch Verbraucher sollten darauf achten, woher sie ihr Holz erhalten. Ebenfalls wichtig für die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz beim Heizen mit Holz ist die korrekte Bedienung der Feuerstätte. Nur wer mit Holz und Ofen umzugehen weiß und auch die richtigen Scheite wählt – beispielsweise nur diejenigen, deren Feuchtigkeit maximal 20% beträgt – sorgt für ein Minimum an Emissionen. Dafür ist auch die Lagerungsart des Holzes (https://www.noor.eu/abdeckplanen/holzabdeckplanen.html) ausschlaggebend. Zusätzlich kommt es auf die Holzart an, auf die Reinigung und Wartung des Ofens oder des Kamins und das richtige Heizverhalten. Grundsätzlich sind neuere Kaminmodelle umweltfreundlicher als ältere.

Doch auch auf die Holzart und seine Herkunft sollte geachtet werden, wenn es umweltfreundlich bleiben soll. Zwar lassen sich die in Deutschland immer teureren Pellets günstig in Osteuropa, zum Beispiel in Rumänien, bestellen. Doch die dafür herhaltenden Bäume werden in ihren heimischen Urwäldern dafür viel zu früh abgeholzt. Für Nachhaltigkeit bleibt keine Zeit. Bäume, die weit vor ihrer eigentlichen Lebensmitte gefällt werden, bringen aber nicht nur weniger Holz ein als alte Bäume. Sie fehlen auch dem gesamten Ökosystem, aus dem sie entfernt werden. Insekten, Vögel, Böden aber auch andere Pflanzen und Bäume benötigen große, alte Baumriesen. Sie spenden Schatten für ihre kleinen Nachkömmlinge, schützen vor Erosion und Sturmschaden und liefern Nährstoffe. 

Wenn schon mit Holz heizen, dann richtig

Das Für und Wider einer Pelletheizung sollte daher gut abgewogen werden. Denn einmal eingebaut, ist ein Wechsel zu anderen Heizungsarten mit großem Aufwand und Kosten verbunden. Wer mit Kaminholz heizen möchte, sollte zudem auf die richtige Befeuerungsart und die für seinen Kamin besten Holzarten (https://blog.noor.eu/blog/brennholz-welche-holzart-ist-die-beste/) achten. Ob richtig geheizt wird, lässt sich oft am qualmenden Schornstein erkennen. Meistens leiden dann die Nachbarn und Vorübergehende tage- oder sogar wochenlang unter der Räucherung, der sie ausgesetzt sind. Je nach Wind- und Wetterverhältnissen kann es tatsächlich zu erheblichen Beeinträchtigungen durch die Rauch- und Rußentwicklung eines einzelnen Holzofens kommen. Lassen Sie sich daher von einem Sachkundigen in der korrekten Bedienung Ihrer Feuerstelle beraten. Das spart Ihnen und Ihrer Umgebung nicht nur verräucherte Innenräume, sondern beugt auch umweltschädlichen Emissionen und Ärger mit den Nachbarn vor.

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