Zauberhaft majestätische Blütenpracht

Mit Rhododendren hat man besonders prächtige Farbvielfalt im Garten und einen perfekten Sichtschutz über das ganze Jahr hinweg. Die Sorte Roseum Elegans beispielsweise lässt sich an hellen Standorten sehr schön zur Hecke um die Terrasse oder den gesamten Garten formen und bezaubert ab jährlich ab Mai mit seinen rosa gefärbten, prallen Blüten. Im Frühjahr kennen die Freunde des Rhododendrons oft nur ihn als Gesprächsthema. Kein Wunder, er ist manchen Liebhabers ganzer Stolz und wo er steht, auch kaum zu übersehen.

Herkunft und bester Standort des Rhododendrons

Rhododendren sind Heidekrautgewächse und benötigen moorigen oder sauer-sandigen Boden, damit sie in voller Größe zu beinahe haushohen Exemplaren wachsen. Ein Standort mit niedrigem pH-Wert, viel Humus und milden Wintern ist also perfekt für die Gartenschönheiten. Das norddeutsche Klima entspricht damit ziemlich genau ihrer Heimat an den Berghängen Chinas und des Himalaya.

Von China über England nach Oldenburg

Die ersten Arten gelangten mit englischen Pflanzenjägern ab 1860 nach Kew Gardens und wenig später bereits in private Gärten. Denn der Rhododendron fühlte sich auf der Insel so wohl, dass er per Samen seine eigene Verbreitung vorantrieb. Heute gilt er auf manchen englischen Viehweiden bereits als Unkraut und wird dort bekämpft. Gegen 1900 kamen die ersten Rhododendren aus England ins Ammerland bei Oldenburg, das Zentrum der deutschen Rhododendronfreunde.

Gezüchtet werden auch heute noch jährlich immer weitere, wunderschöne Sorten. Die Beliebtheit des Rhododendrons lässt nicht nach. Nur die Geschmäcker ändern sich unter den Liebhabern immer mal wieder. Besonders ländliche Dörfer wirken zur Blütezeit manchmal wie komplette Rhododendron-Landschaften. Die wundervollen Farben wirken besonders in lichten Kiefernwäldern, in denen die ersten Versuchspflanzen von 1900 die Gegend inzwischen in blühende Parks verwandelt haben.

Kein Boden für den Rhododendron – was nun?

Doch was machen Gartenfreunde mit lehmigen Standorten in südlicheren Regionen? Die Profis der deutschen Rhododendron-Gesellschaft raten zu Humu, Humus und noch mehr Humus. Er säuert den Boden, liefert Nährstoffe, lässt Luft an die Wurzeln und speichert viel Feuchtigkeit. Mit Teststreifen aus dem Gartenmarkt ermittelt man den idealen PH Wert, der für die Pflanzen zwischen 4,2 und 5,5 liegen sollte. Wenn die beliebten Sträucher dann noch in den lockeren Schatten tief wurzelnder Bäume gesetzt worden, wird es ihnen gut ergehen und sie zeigen sich in voller Pracht. Am besten gefällt es ihnen unter Zerr-Eiche, Schwarzkiefer, Amberbaum und Hemlocktanne.

Rhododendren auf dem Balkon oder der kleinen Terrasse

Geht das? Ja. Denn es gibt inzwischen einige mittelgroße Sorten. Sie werden nur gut hüfthoch und eignen sich hervorragend für den begrenzten Raum. Die Zuchtneuheiten bilden die perfekte Kulisse in Beeten gepaart mit Stauden, Gräser und Farnen, gerne in halbschattiger Anlage. Gut geeignet sind sie auch für Vorgärten mit lichtem Gehölzen. Ihre exotischen Blütenfarben wirken belebend und erfrischend auf kleinem Raum. Sie betören mit Farben von Hellrosa über Pink zu knalligem Purpur mit weißen oder gelben Maserungen. Zu diesen neuen, halbhohen Sorten gehören unter anderem Caruso, Picobello, Painted Purple und Raphaela.

Weniger Blüte, dafür umso mehr Blatt-Schmuck

Auch gerade im Trend sind ebenfalls niedrige Sorten, die wenig oder spät blühen aber dafür mit ihrem Blattaustrieb alle Blicke auf sich ziehen. Da gibt es zum Beispiel für Silver Dane mit silbrig-weißen Blättern. Oder Wolly Dane und Blue Dane mit grünlichen, oliv-farbenen oder blauen Blättern und Ever Red mit roter Färbung. Sie hält bis Juni und geht dann in Grün über. Der weiße, pelzige Belag mancher Sorten wird Indumentum genannt (lateinisch für Überzug). Er schmückt teilweise noch bis Oktober. Am besten werden die Laubschönheiten wie Kleinode in den Beetvordergrund gesetzt, wo sie auffallend und schön wirken können.

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