Diesen Beitrag teilen auf:

Share on facebook
Share on pinterest

Hochbeet anlegen – erfolgreich GĂ€rtnern auf kleiner FlĂ€che

Ein Hochbeet kann man nahezu an jedem Ort aufstellen und gleich mit dem naturnahen GĂ€rtnern loslegen. Welche weiteren Vorteile hat ein Hochbeet gegenĂŒber einem ebenerdigen Beet? Was kann man in diesen höhergelegten Beetanlagen anpflanzen? Die Antworten finden Sie im folgenden Artikel. Sie erfahren auch, welche Arten von Hochbeeten es gibt und auf was Sie beim BefĂŒllen achten mĂŒssen.
hochbeet mit aufsatz

1. Welche Vorteile bietet ein Hochbeet?

Hochbeete haben vor allem deshalb so stark an Beliebtheit gewonnen, da sie im Vergleich zu herkömmlichen Gartenbeeten einige Vorteile bieten:
  • ergonomisches GĂ€rtnern: RĂŒckenschonendes Arbeiten ohne BĂŒcken
  • geeignet fĂŒr GĂ€rten, Balkone und Terrassen
  • GartenabfĂ€lle als natĂŒrlicher DĂŒnger verwertbar
  • frĂŒhe ErwĂ€rmung des Bodens durch Verrottungsprozesse
  • optimales Pflanzenwachstum durch gute WĂ€rmespeicherung
  • geringerer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
  • fast keine Schnecken
  • weniger Unkraut
  • unabhĂ€ngig von schlechten oder ungeeigneten Gartenböden
  • sehr geringer Platzbedarf
  • man braucht keinen Garten fĂŒr ein Hochbeet
  • als Sichtschutz nutzbar

2. Was kann man wann anpflanzen bzw. welche Bepflanzungsmöglichkeiten gibt es?

Meist werden Hochbeete fĂŒr den Anbau von GemĂŒse, Obst und KrĂ€utern verwendet. Besonders beliebt sind Hochbeete im Selbstversorger-Garten, denn sie liefern beinahe rund ums Jahr reiche ErtrĂ€ge. FĂŒr einen attraktiven Anblick der Hochbeete sorgen Blumen, die Sie in PflanzlĂŒcken der Nutzpflanzen-Hochbeete unterbringen können oder denen Sie ein eigenes Hochbeet widmen.

FĂŒr den GemĂŒseanbau könnte die Bepflanzung ĂŒbers Jahr beispielsweise so aussehen:

Mitte MĂ€rz:

Im MĂ€rz beginnt die Aussaat von Möhren, Radieschen, Rettich, Spinat, Roter Bete, Mangold, PflĂŒcksalaten, Dill und Petersilie.

Tipp: Die Ansaaten keimen schneller, wenn man sie mit einem Gartenvlies abdeckt.

Ende April:

Zu den vorhandenen GemĂŒsen und KrĂ€utern gesellen sich Zwiebel und Lauch dazu.

Mai bis Juni:

Nach der Ernte der im MÀrz gesÀten Pflanzen können vorgezogene Jungpflanzen von Kohlrabi, Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika und Chilies folgen.

August:

Ab jetzt können die Herbstsalate wie Endivien-Salat oder Radicchio angebaut werden.

September:

Frostunempfindliches GemĂŒse kann jetzt noch einmal gesĂ€t werden. Dazu zĂ€hlen Radieschen, Spinat, Mangold und PflĂŒcksalate. Auch Sellerie, Rucola oder Petersilie können jetzt noch einmal gepflanzt werden. Wer Feldsalat liebt, kann ihn ab jetzt aussĂ€en.

Ab Dezember:

Bis in den Winter hinein können Endiviensalat, Friséesalat, Feldsalat, Spinat und Mangold geerntet werden. Wird das Beet im Winter nicht bepflanzt, sollte es rechtzeitig winterfest gemacht werden. Dazu wird das Beet mit einer Teichfolie abgedeckt.

Auf vielen Gartenportalen finden Sie weitere BepflanzungsvorschlĂ€ge und Anregungen fĂŒr Hochbeete.

3. Welche Arten von Hochbeeten und Zubehör gibt es fĂŒr Garten, Balkon oder Terrasse?

Hochbeet Materialien

Sehr beliebt sind Hochbeete aus Holz, die mit ihrer natĂŒrlichen Optik eine angenehme, warme AtmosphĂ€re schaffen. Hochbeete aus Holz punkten zusĂ€tzlich mit einer guten WĂ€rmedĂ€mmung. Weitere Materialien sind Weide, Kunststoffe, Metall und Stein. Welches Material am besten passt, hĂ€ngt von Ihren WĂŒnschen und Ihrem persönlichen Geschmack ab. Mit Holz, Weide und Natursteinen bekommen Hochbeete einen natĂŒrlichen Look und fĂŒgen sich harmonisch in einen naturnah gestalteten Garten ein. Stehen praktische Überlegungen im Vordergrund, sind pflegeleichte Materialien wie Metall und Kunststoff die bessere Wahl. Metall, Kunststoff und Gabionen harmonieren mit einer modernen Garten-, Balkon- oder Terrassengestaltung

Eiben bilden ebenfalls blickdichte Hecken, wachsen allerdings sehr langsam. Beliebte winterharte Heckenpflanzen mit BlĂŒten sind Blut-Johannisbeere, Falscher Jasemin, Edelflieder und Blasenspiere. Alternativ zur Hecke kann ein dicht mit Pflanzen bewachsener Zaun als Sichtschutz mit Pflanzen fungieren. Als immergrĂŒne Variante eignet sich der Gemeine Efeu, der bis zu 20 Jahre alt werden kann. Eine weitere Idee fĂŒr einen Blickschutz sind hochwachsende GrĂ€ser wie Pampasgras und Chinaschilf.

Hochbeet selber bauen vs. kaufen

Hochbeete kann man mit etwas Geschick selbst bauen oder von einem Gartencenter oder Online-HĂ€ndler in unterschiedlichsten AusfĂŒhrungen und GrĂ¶ĂŸen beziehen. Das Hochbeet als Bausatz ist die deutlich bequemere Variante und lĂ€sst im Idealfall viele Anpassungen und Erweiterungen zu.

Hochbeet Formen

Bei den Hochbeet-Formen dominiert die klassische Kastenform. Daneben gibt es runde und keilförmige Varianten sowie viele Sonderformen. Besonders praktisch sind modular aufgebaute Systeme, die vielfĂ€ltig erweiterbar sind. Um WĂŒhlmĂ€use und andere Nager von den Pflanzen fernzuhalten, enthalten die meisten Hochbeete am Boden engmaschige Drahtgitter.

Hochbeet Zubehör

Das Angebot an Zubehör fĂŒr Hochbeete lĂ€sst keine KundenwĂŒnsche offen. Manche der Fertigbeete sind sogar mit einem Wassertank ausgestattet. Ein Mulchvlies am Boden verhindert das Ausschwemmen des Bodens durch das Drahtgitter. Viele Hochbeete sind zusĂ€tzlich als Mini-GewĂ€chshaus einsetzbar.

4. Was ist ein FrĂŒhbeetaufsatz?

Mit einem FrĂŒhbeetaufsatz lĂ€sst sich das Hochbeet in ein FrĂŒhbeet zur Anzucht von Pflanzen und KrĂ€utern umfunktionieren. Der Aufsatz besteht aus einem verglasten Kasten, der einfach auf das Hochbeet aufgesetzt wird. Im FrĂŒhbeet erwĂ€rmen sich Luft und Erde sehr zeitig im Jahr, wodurch die Gartensaison deutlich verlĂ€ngert werden kann.

5. Wie befĂŒlle ich ein Hochbeet?

Die richtige BefĂŒllung der Hochbeete ist entscheidend fĂŒr das Gedeihen Ihrer Pflanzen. Hochbeete werden schichtweise befĂŒllt, wobei die einzelnen Schichten eine Höhe bis zu 25 cm haben können. Die Schichtung mit verschiedenen organischen Materialien fördert die Humusbildung und damit das Pflanzenwachstum.

Drahtgitter am Boden FĂŒr die untere Abgrenzung des Hochbeets eignen sich engmaschige Drahtgitter, die Ihre Pflanzen vor WĂŒhlmĂ€usen schĂŒtzen.
Erste FĂŒllschicht: GartenabfĂ€lle und zerkleinertes Material Die erste Schicht sollte etwa 20 cm hoch sein und kann aus GartenabfĂ€llen, zerkleinerten Ästen und Zweigen bestehen. Die Zweige verhindern einen Wasserstau am Boden des Hochbeets.
Zweite Schicht: Laub, Grasschnitt und Rasensoden Als zweite Schicht folgt auf eine Höhe von etwa 10 cm Laub, gehÀckseltes Schnittgut (StrÀucher), Grasschnitt und umgedrehte Rasensoden.
Dritte Schicht: Erde und halbreifer Kompost Die dritte Schicht besteht aus einer Mischung von halbreifer Komposterde und gewöhnlicher Gartenerde und sollte ebenfalls eine Höhe von etwa 20 cm haben. Gut abgelagerter Rinder- oder Pferdemist kann ebenfalls beigemischt werden. Tipp: In selbst hergestelltem Kompost dĂŒrfen keine Fleisch- oder FischabfĂ€lle enthalten sein!
Vierte Schicht: Spezielle Pflanzerden je nach Bepflanzung Als abschließende Schicht verwenden Sie ja nach Bepflanzung hochwertige Pflanz-, Blumen- und KrĂ€utererde. Mit Erden aus dem Gartenmarkt sind Sie dabei auf der sicheren Seite

Durch die Verrottungsprozesse sinkt das Pflanzsubstrat im Hochbeet im Laufe der Zeit zusammen. Vor dem Bepflanzen mĂŒssen Sie daher wieder gute Erde oder Komposterde nachfĂŒllen. Erst nach etwa 5 Jahren muss das Pflanzsubstrat komplett ausgetauscht werden.

Fazit

Ein Hochbeet bietet HobbygĂ€rtner*innen unzĂ€hlige Möglichkeiten des naturnahen und rĂŒckenschonenden GĂ€rtnerns im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Auf wenig FlĂ€che können rund ums Jahr GemĂŒse, KrĂ€uter und andere Pflanzen angezogen werden. Gleichzeitig kann das Hochbeet als attraktives Gestaltungsobjekt eingesetzt werden. Mit einem Hochbeet als Bausatz gelingt der Start am besten.

Max Mustermann
Max Mustermann

Experte fĂŒr unsere NOOR-Gartenprodukte